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Donnerstag, 28. Oktober 2010

Von New York und Weißrussland.

Ich glaub, ich hab ihn gefunden. Ohne drüber nachzudenken. Den Song, den ich gesucht habe. "Ich war noch niemals in New York". Sportfreunde Stiller. Mit Sicherheit kein Wahnsinns- Song. Aber heute für mich genau das, was mich glücklich gemacht hat. Nicht der Song selber. Und auch nicht so wirklich der Text. Sondern viel mehr das, was ich entdeckt habe, als ich ihn gehört habe. Dieser Song stiftet zum Fernweh an. Wer ihn hört, meint, er könne jetzt einfach so auf und davon. Nach New York oder San Francisco. Ich hab das auch gedacht. Bin da auf der Autobahn gefahren und hab gedacht, was wäre wenn? Was, wenn ich jetzt nicht die Ausfahrt nehmen würde? Was, wenn ich immer und immer weiter geradeaus fahren würde? Ok, ich wär erstmal nach Tschechien gekommen. Jetzt nicht das Land meiner Träume. Aber dann. Dann wäre ich irgendwann nach Weißrussland gekommen. Minsk. Und weiter, irgendwann wär ich abgebogen. Richtung Tiflis. Ich wollte schon immer mal nach Tiflis. Ich wäre gefahren und gefahren. "...als wenn das jetzt ein Aufbruch wär...".
Aber das Schöne ist. Ich musste nicht lange nachdenken. Ich habe im Moment nicht das Bedürfnis, aufzubrechen. Ich bin glücklich hier. Weil ich hier liebe. Und was wäre Tiflis schon ohne die Liebe?

Montag, 25. Oktober 2010

Vom Gesichtsbuch.

Gerade war ich im Kino. The social network. Was ist es, was Facebook so erfolgreich macht? Ist es unser ständiger Drang, kommunizieren zu wollen? Oder ist es unsere Bequemlichkeit, keinen Fuß mehr vor die Tür setzen zu wollen. Da kommt es doch mehr als gelegen, dass man jetzt von all seinen 247.893 Freunden jederzeit minutiös darüber informiert wird, wie ihre Geschäfte laufen und wo sie gerade einen Atemzug genommen haben. Was macht dieses Facebook zu dem, was es ist? Ist es das Gefühl, die Welt zu vereinen? Egal, ob Deutschland, Australien oder Timbuktu. Ein Land braucht keine Wasserversorgung. Aber Facebook. Was wären wir ohne diese Plattform? Ich nehme mich in keinem Fall aus. Ich bin süchtig danach. Ich checke meinen Nachrichtenstatus zu jeder möglichen Sekunde. Aus Angst, etwas zu verpassen vielleicht. Oder weil es mir Freude bereitet, wenn ich sehe, dass jemand an mich gedacht hat? Weil es mich interessiert, welches Lied der ein oder andere im Moment gut findet und welche Veranstaltung er am Wochenende besucht. Dieser Marc Zuckerberg ist ein Fuchs. Er hat es geschafft, auf einer einzigen Seite alles zu verbinden, was das Leben eines durchschnittlichen Menschen zwischen 14 und 50 ausmacht. Und das, obwohl er doch selbst so gar nicht durchschnittlich ist. Es scheint, als hätte er keine Ahnung von sozialen Kontakten oder einem Verhalten, mit dem man sich Freunde macht. Und trotzdem hat er über 2 Millionen davon.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Das war's mit Dolce Vita.

Nach jedem Abschnitt muss ich eine Art Review machen. Ich brauch das, damit ich nichts vergesse. Ich bin doch der vergesslichste Mensch der Welt.
Die Sommerferien sind vorbei und damit werden Erlebnisse wieder zu Erinnerungen und ehemalige Träume zu Erfahrungen.

Mein Traum, eine Woche Mountainbiketour um den Gardasee zu machen wurde zu einer herausfordernden Erfahrung, die mich extrem viel Kraft und Überwindung gekostet hat. Auf der anderen Seite hat sie mir gezeigt, wie viel ich schaffen kann, genau dann, wenn ich denke, es geht nicht mehr. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, mit den richtigen Menschen am richtigen Ort zu sein und wie stolz einen das Radfahren machen kann. Ich weiß jetzt, dass mein Fahrrad zu schwer und meine Muskeln zu schwach sind und ich trotzdem überall rauf komme. Wenn ich es nur will. Ich habe gesehen, wie unglaublich der Gardasee von oben aussieht und wie freundlich die Bewohner der abgelegensten Hütte der Welt sind.

Mein Traum, mit meinem Liebsten durch Europa zu touren ist zu einer Erfahrung geworden, wie die Welt in Spanien und Frankreich aus dem Fenster eines kleinen, roten Flitzers aussieht. Wir haben gelernt, ein Zelt in dreieinhalb Minuten aufzubauen und Delikatessen auf einem Gaskocher zuzubereiten. Wir durften erfahren, wie es sich anfühlt, wenn ein Zelt fast weggehweht wird, obwohl man drin liegt und wie es auf dem Bauch brennt, wenn man beim Surfen kein T-Shirt trägt. Wir haben mit sieben wunderbaren Freunden gefrühstückt und im Sonnenuntergang gepicknickt.

Mein Traum, ein gigantisches Konzert zu erleben ist zu einer gigantischen Erfahrung mit U2 geworden. Ich weiß jetzt, dass Bono der coolste Typ auf Erden ist und auch unplugged das schönste "I'm singing in the rain" trällert, dass ich je gehört habe. Ich weiß jetzt, dass man kein Fan sein muss, um diese Band gut zu finden und dass ich ganz und gar glücklich war, als ich bei "With or without you" mitgeschunkelt hab.

Schöne 12 Wochen, die ich mit vielen sinnlosen Dingen verbracht habe. Aber mit mindestens genauso vielen sinnvollen Dingen, die mir mal wieder gezeigt haben, wie wunderschön das Leben ist.

Für...

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